Selbsteinschätzung · Autismus
Autismus-Orientierungsfragen für Erwachsene
Zehn Aussagen zu Themen, die in der Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen eine Rolle spielen. Gedacht als Gesprächsanlass — nicht als Test und erst recht nicht als Diagnose.
Das hier ist keine Diagnose. Diese Fragen sind vom PZH formuliert und wissenschaftlich nicht validiert. Sie haben bewusst keine Grenze, ab der etwas „positiv“ wäre. Autismus zeigt sich bei Erwachsenen sehr unterschiedlich — besonders Menschen, die viel maskieren, fallen in kurzen Fragebögen durch. Nehmen Sie das Ergebnis als Anstoß, nicht als Befund.
Antworten Sie danach, wie es üblicherweise für Sie ist — nicht danach, wie es an einem guten oder an einem besonders schlechten Tag wäre.
Falls Sie merken, dass Sie bei einer Aussage überlegen „was ist damit gemeint?" oder „kommt drauf an": Notieren Sie sich das. Genau solche Stellen sind im Gespräch oft aufschlussreicher als die Antwort selbst.
Warum hier kein bekannter Kurztest steht: Die verbreiteten Autismus-Screenings für Erwachsene — etwa der AQ-10 — sind urheberrechtlich geschützt (Autism Research Centre, University of Cambridge) und für die Nutzung auf der Website einer gewerblichen Praxis lizenzpflichtig. Solange diese Rechte nicht geklärt sind, verwenden wir sie nicht. Die Fragen oben sind stattdessen eigenständig formuliert und lehnen sich an die anerkannten Merkmalsbereiche an: soziale Kommunikation, Reizverarbeitung, Routinen und Spezialinteressen sowie Masking. In der Diagnostik selbst arbeiten wir selbstverständlich mit den anerkannten, lizenzierten Verfahren.
Häufige Fragen
Fragen zu den Orientierungsfragen
Warum nutzen Sie nicht den AQ-10 wie andere Websites?
Weil wir die Nutzungsrechte dafür nicht haben. Der AQ-10 gehört dem Autism Research Centre der University of Cambridge. Für nicht-kommerzielle Forschung ist er frei, für eine gewerbliche Praxis-Website ist er lizenzpflichtig und wird über die ePROVIDE-Plattform des Mapi Research Trust vergeben. Viele Anbieter nehmen es damit nicht so genau — wir schon.
Sind diese Fragen dann überhaupt aussagekräftig?
Nicht im Sinne eines Tests, und das behaupten wir auch nicht. Sie decken dieselben Themenfelder ab, die in der Diagnostik relevant sind, aber sie sind nicht an einer Stichprobe geeicht. Was sie leisten: Sie geben Ihrer Wahrnehmung Worte und machen den Einstieg ins Gespräch leichter. Für die eigentliche Abklärung setzen wir anerkannte, lizenzierte Verfahren ein.
Ich maskiere stark. Verfälscht das mein Ergebnis?
Ja, sehr wahrscheinlich. Wer gelernt hat, sich anzupassen, beantwortet solche Fragen oft nach dem sichtbaren Verhalten statt nach dem inneren Aufwand. Genau deshalb ist Masking eine der Fragen — und genau deshalb ist ein Fragebogen hier so begrenzt. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Alltag funktioniert nur mit ständiger Anstrengung, ist das ein Grund, sich zu melden, unabhängig vom Ergebnis.
Kann ich ADHS und Autismus gleichzeitig haben?
Ja, und das ist häufiger, als lange angenommen wurde. Die Merkmale überschneiden sich in Teilen und können sich gegenseitig überdecken. Wenn Sie sich in beiden Fragebögen wiederfinden, ist das kein Widerspruch — wir klären in der Diagnostik, was davon zutrifft.
Der erste Schritt ist eine kurze Nachricht
Sie müssen Ihr Anliegen nicht ausformulieren und nichts vorbereiten. Schreiben Sie uns in zwei Sätzen, worum es geht — wir melden uns zurück und klären mit Ihnen, was passt.